Jason a Sarnar
oder er macht sein Ding und immer mehr Menschen stehen drauf

Es ist ein Filmchen von früher, eines aus der Zeit der unscharfen, wackeligen Bilder. Ein Video der ersten Stunde. Wenn ein solches im Netz auf YouTube Auferstehung feiert, dann werden nicht nur nostalgische Gefühle befeuert. Vielmehr sind Entwicklungen sichtbar. ‚Jason a Sarnar als Bua!‘ ist einer solcher Clips. Irgendwo in Südtirol. Da steht der Markus Nussbaumer auf einer Bühne. Die Deko rustikal, mitten drin der Bua die Harmonika umgeschnallt, Brille auf der Nase und spielt konzentriert vor sich hin. Im Saal lautes Gemurmel. Es muss wohl zu jener Zeit gewesen sein, als aus dem kleinen Markus der Jason geworden ist. Die frühen 90er Jahre. ‚Es lief damals eine Fernsehserie und da war ein Bub in meinem Alter und dem habe ich sehr ähnlich gesehen‘, erinnert sich Markus heute und der Erfolg der Serie brachte es mit sich, dass der Bua vom Nussbaumer von allen nur mehr Jason gerufen. Jason a Sarner. Der Jason aus dem Sarntal, dem Herz Südtirols.

Aus dem eifrig vor sich auf der Harmonika hin-spielenden Bub ist heute ein 28jähriger Vollblut-Musiker geworden. Die Volksmusik in den Genen, von Pop und Rock musikalisch zusätzlich sozialisiert. Der Werdegang ist klassisch: Die Harmonika von den Eltern geschenkt bekommen, da war er gerade einmal fünf Jahre alt. Die Familie sehr musikalisch und Jason zeigte Talant. Stets von den Eltern unterstützt begann die Ausbildung in der Musikschule und bald folgte das erste Leistungsabzeichen. Mitglied der Musikkapelle Sarnthein, Ausbildung auf weiteren Instrumenten, darunter die Tuba. Als Teenager dann das erste Trio gegründet: Bariton, Gitarre, Harmonika und bereits regelmäßig mit den Freunden auf der Bühne gestanden. Hochzeiten, Geburtstage, Volksfeste… Jason und seine Kollegen spielten sich quer durch den Bezirk. ‚Aber ich wollte mich weiterentwickeln, mehr musikalische Spielarten ausprobieren‘, sagt er und erzählt von seiner Band, die, mit der er auch heute immer wieder noch auf der Bühne steht: Vollbluet! Der Name ist Programm, denn Genre-Grenzen gab es keine. Von der Volksmusik bis zum Rock’n’Roll-Klassiker, da und dort auch ein Song von Robbie Willams, so lief das Programm. Wichtig war nur, dass es Spaß macht, der Band und dem Publikum. Das machte es und so wurde der charismatische Frontman mehr und mehr zu einem bekannten Gesicht im Land.

Schließlich fiel die Entscheidung zum Wechsel ins Profilager. ‚Das war ein wichtiger Schritt. Ich wollte mehr machen, mich weiter entwickeln und schmiss meinen Job als Maurer. Um vier Uhr früh vom Spielen heimkommen und um sieben wieder auf der Baustelle stehen, das war nicht mehr machbar‘, so Jason, der seither zusätzlich zu Vollbluet spannende musikalische Dinge ausprobiert. Solo, zumeist ohne der Band.

Mit Vollbluet steht er zwar immer wieder einmal noch auf der Bühne aber die Solo- Geschichte dominiert eindeutig. 2014 dann der endgültige Fingerzeig und die Bestätigung, dass er nicht falsch gelegen ist, mit dem Wunsch sein Ding zu machen. Beim Alpen Grand Prix in Meran ging er als Sieger vom Platz. ‚I hab gnua‘ heißt der Song. Riffs auf der akustischen Gitarre, knackige Drums, die Harmonika stilbildend in die Pop-Harmonien integriert und dazu Jasons Stimme. Prägnant, mit rauchigem Soul-Feeling. Dass sich hier Jasons Zukunft auftat, war nun eindeutig.

Jason der Sarner hat ist erwachsen geworden und hat dabei nie aufgehört an sich zu arbeiten. Er taucht in die verschiedensten musikalischen Welten ein, nimmt einen klassischen Jodler und veredelt damit Balladen. Ein andermal ist es großes Kino, fettes Arrangement drei Minuten später dann wieder Songs die kurz, knapp, knackig am Punkt gebracht sind.

Jason der Sarner ist einer jener Typen die sich unbeschwert über alle Grenzen hinweg musizieren und dabei stets sie selbst bleiben. Konventionen bleiben außen vor, denn da draußen ist so viel spannende Musik und sich einfach davon fern zu halten ist für ein Kreativkraftwerk wie Jason schlicht denkunmöglich. Mit dem Iro am Kopf, in einer kurzen Strickhose, die Hosenträger in Sarner-Tracht… Er kommt einfach cool rüber, macht sein Ding und immer mehr Menschen stehen drauf.

Paolo ‚Paolon‘ Murari
Bass
Paolo ‚Paolon‘ Murari
Stefano ‚Steve‘ Dallaserra
Gitarre/Backgroundstimme
Stefano ‚Steve‘ Dallaserra
Markus ‚Mac‘ Mayr
Drums/Backgroundstimme
Markus ‚Mac‘ Mayr

Als Solokünstler oder mit Band buchbar!
Zum Kontaktformular